DenkRaumDialog „Industrieregion Bodensee“

Die Bodenseeregion verfügt über eine höchst dynamische und innovative Wirtschaftsstruktur. Sie konnte die Beschäftigenzahlen in den letzten Jahren, ja Jahrzehnten kontinuierlich steigern. Geprägt wird das Bild des Wirtschaftsraumes Bodensee, sowohl nach innen als auch nach aussen, aber vor allem durch den Tourismus und in Teilen auch durch die Landwirtschaft. Tatsächlich sind aber die Industrieunternehmen, die stark exportorientiert sind, die stärksten Treiber der Wirtschaftsentwicklung in der Bodenseeregion. Der Grossteil der regionalen Wertschöpfung resultiert aus diesem Wirtschaftssektor. Zahlreiche global tätige Unternehmen bestimmen dabei das Bild der regionalen Industrie: ZF Friedrichshafen, Airbus, Liebherr, Doppelmayr, Blum, Hilti oder Bühler, um nur einige der Leuchttürme zu nennen. Daneben gibt es eine Vielzahl von klein- und mittelständischen Unternehmen, die in ihren Teilbereichen zu den Weltmarktführen gehören und eine Vielzahl attraktiver Arbeitsplätze in der Region bereitstellen.
Aktuell zeigen sich zwei Entwicklungen hinsichtlich des Industriestandortes Bodensee: Auf der einen Seite wird in den Medien derzeit über den Stellenabbau in zahlreichen Industrieunternehmen in nahezu allen Teilräumen der Bodenseeregion berichtet. Auf der anderen Seite investieren Industrieunternehmen in erheblichem Umfang an ihren Standorten hier in der Bodenseeregion. Aktuelle Schätzungen gehen von einem Investitionsvolumen von 2‑3 Milliarden Euro aus, welches derzeit hier geplant ist bzw. schon umgesetzt wird.

Was sind die Gründe für diese unterschiedlichen Entwicklungen? Weshalb investieren Industrieunternehmen derzeit so stark in unsere Region? Und was braucht die Industrie, damit sie sich in der Bodenseeregion auch zukünftig entwickeln kann? Diesen Fragen geht DenkRaumBodensee gemeinsam mit dem Botschafterclub der Vierländerregion Bodensee nach – dem Zusammenschluss von engagierten Personen – Botschaftern – aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Politik und Verwaltung, die sich dafür einsetzen, dass die internationale Bodenseeregion als attraktiver Lebens- und Arbeitsraum wahrgenommen wird.

Zielsetzung:

  • Grenzüberschreitender Dialog zwischen Praxis und Forschung über die aktuelle Situation der Industrie in der Bodenseeregion und deren zentrale Herausforderungen für die Zukunft.
  • Identifizierung der aktuellen Entwicklung der Industrie und des dort feststellbaren industriellen Wandels. Beschreibung der wichtigsten Auslöser für diese Entwicklung und Bewertung der Folgen für die Bodenseeregion. Darstellung des regionalen Handlungsbedarfs aufgrund der zukünftigen Herausforderungen.
  • Identifizierung wichtiger Themenfelder, des bestehenden Wissens- und Kommunikationsbedarfs sowie des (möglichen) Handlungsbedarfs für eine zukunftsorientierte „Industriepolitik“ in der Bodenseeregion vor dem Hintergrund der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

 

PROGRAMM

Begrüßung und Einführung:

  • Dr. Roland Scherer, Direktor Institut für Systemisches Management und Public Governance IMP-HSG, Universtät St.Gallen, Wissenschaftlicher Leiter DenkRaumBodensee
  • Herbert Galda, Vorsitzender Vierländerregion Bodensee Botschafterclub e.V.

Inputreferat: „Industrieregion Bodensee 2030 – wohin geht der Weg?“ – Dr. Roland Scherer, Direktor Institut für Systemisches Management und Public Governance IMP-HSG, Universität St.Gallen

Kurzstatement aus Sicht der Praxis

Aus der Sicht

  • von Industrieunternehmen:
    • Christof Oswald, Head of Human Resources, Bühler AG, Uzwill (CH)
    • Markus Maiwald, Senior Vice President Human Resources, Kai Vogt, Senior Vice President Unternehmensentwicklung, Vetter Pharma-Fertigung GmbH & Co. KG, Ravensburg (DE)
    • NN, Ivoclar Vivadent AG, Schaan (LI) angefragt
  • eines Industrieverbandes: Mathias Burtscher, Geschäftsführer Industriellenvereinigung Vorarlberg
  • einer Wirtschaftsförderung: Franc Uffer, Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons St.Gallen
  • der Bodensee Botschafter: Dr. Bernd Paffenholz, Bodenseerat,Vorstand Vierländerregion Bodensee Botschafterclub e.V., Schwerpunktbereich Wirtschaft und Unternehmen

Zielgruppe:

Akteure und Entscheidungsträger der Industrie und verwandter Branchen sowie der grenzüberschreitenden und regionalen Wirtschaftsförderung, Wirtschaftsverbände, Industrie- und Handelskammern, Kommunal- und Regionalpolitiker sowie Forschende

Im Anschluss laden wir Sie zu einem gemeinsamen Apéro ein.

Die Veranstaltung findet am 6. Dezember von 13 – 17 Uhr im Campus E der Universität St.Gallen, Hotel Einstein Congress, Berneggstrasse 2, 9000 St.Gallen, statt.

Anmeldung: bis zum 30. November 2019

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