Raumbild Bodensee

Wie wirken sich (globale) Herausforderungen auf die Bodenseeregion aus und welche Folgen ergeben sich schon heute daraus? Entwicklungen wie Globalisierung, Digitalisierung oder demographische Veränderungen machen auch vor der Bodenseeregion nicht Halt. Doch was ist eigentlich die Bodenseeregion? Von welchem Raum sprechen wir? Wenn man Bürgerinnen und Bürger nach ihrer Definition der Bodenseeregion fragt, ergibt sich ein anderes Bild, als das der «offiziellen» Raumabgrenzungen z.B. durch die Internationale Bodensee-Konferenz. DenkRaumBodensee hat dazu Passanten rund um den Bodensee befragt: Was ist aus Ihrer Sicht die Bodenseeregion? Für die meisten bezieht sich die Bodenseeregion auf einen eher engen Radius in Ufernähe – zur Bodenseeregion gehören die Gemeinden, von denen man den See noch sehen kann.

Bürgerdialoge

Im Rahmen sog. Bürgerdialoge hat DenkRaumBodensee mit insgesamt über 80 zufällig ausgewählten Bürgerinnen und Bürgern in sechs Städten rund um den See diskutiert, wie die Bodenseeregion aussehen soll, damit sie auch in 20 Jahren gerne hier leben und was er für sie bedeutet: Kurz gesagt, ist die Bodenseeregion für die hier lebendenden Menschen Arbeits- und Wohnort, Naherholungsraum, Heimat und einfach schön! Sie leben gerne hier, fühlen sich privilegiert in dieser einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft zu wohnen. Den Status quo zu halten wäre für viele schon herausfordernd genug. Verbesserungspotenzial sehen die Bürgerinnen und Bürger beim Verkehr mit seinen Belastungen, aber auch mit den fehlenden Verbindungen innerhalb der Region. In den Diskussionen rund um den See wurde auch schnell klar, dass die einzelnen Teilregionen vor gleichen Problemen stehen und alle von grenzüberschreitenden Lösungen profitieren könnten. Mehr voneinander wissen, Informationen über die Grenzen hinweg zugänglich machen und das Bewusstsein für das Gemeinsame stärken, wünschten sich viele der Teilnehmenden. Die Ergebnisse der Bürgerdialoge werden im Herbst 2020 im Rahmen des 10jährigen Jubiläums des IBK-Kleinprojektefonds präsentiert.

Ausstellung

An den Tagen der Utopie vom 6.-11.05.2019 in Arbogast/Götzis gestaltete DenkRaumBodensee gemeinsam mit dem Architekturkollektiv grossepau.se eine Ausstellung.

Videostatements

Wie nehmen die Einwohnerinnen und Einwohner die Bodenseeregion wahr? Was verbinden sie mit ihrer Heimat? DenkRaumBodensee hat Bewohnerinnen und Bewohner in acht Städten rund um den Bodensee befragt. Neben den Assoziationen, die sie haben, wenn sie an die Bodenseeregion denken, haben wir nach Problemen und Wünschen gefragt. Im Ergebnis zeigt sich, dass für die meisten der See identitätsstiftend ist. Die Befragten verbinden die Region darüber hinaus mit Natur, aber auch mit Freizeitaktivitäten, wie wandern und Radfahren. Auch die touristische Nutzung spielt hierbei eine wichtigte Rolle. Im Umkehrschluss wird deutlich, dass die Industrie und die in der Region vorhandenen internationalen Grossunternehmen kaum wahrgenommen werden bzw. das Bild kaum beeinflussen. Als Hauptproblem wird die Verkehrsanbindung genannt. Insbesondere am Nordufer wünschen sich die Befragten einen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Der Grenzlage sind sich die Befragten durchaus bewusst: der Einkaufstourismus nach Deutschland wird immer wieder thematisiert.

Wahrnehmung der Bodenseeregion: Videostatements zu Assoziationen, Problemfeldern und Wünschen – Ein Umfrage bei Bewohner*innen der Bodenseeregion in acht Städten rund um den See

Wissenslandkarte Raum und Raumbild Bodensee

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