DenkRaumBodensee versteht sich als Scharnier zwischen Wissenschaft und Praxis. Er transferiert zentrale Ergebnisse aus der Wissenschaft in die regionale Praxis und identifiziert aufgrund der Bedürfnisse der Region konkreten Forschungsbedarf in die Wissenschaft.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt

  • Welche aktuellen Herausforderungen haben Folgen in der Zukunft?
  • Welche Folgen ergeben sich bereits heute aufgrund zukünftiger Herausforderungen?

 

Die Aktivitäten gliedern sich in vier Module, die aufeinander aufbauen:

  1. Wissensbedarfsanalyse: In einem ersten Schritt werden Themen identifiziert, die für die zukünftige Entwicklung der Bodenseeregion von besonderem Interesse sind. Zur Identifizierung der relevanten Themen findet eine Triage aus Forschungswissen, regionalem Wissen und dem Erfahrungswissen regionaler Stakeholder statt. Um den regionalen Wissensbedarf aufzunehmen, finden Umfragen bei verschiedenen Stakeholdern, DenkRaumDialoge mit Expertinnen und Experten sowie Bürgerdialoge statt. Jährlich sollen zwischen 5-10 solcher Themen bearbeitet werden.
  2. Wissensidentifizierung: Zu jedem als relevant identifizierten Thema findet eine systematische Analyse des vorhandenen Wissens statt. Das Wissen und die Expertise der Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sichtbar gemacht und die Wissensträger in die Wissensverbreitung und -transformation eingebunden werden. Werden Themen identifiziert, zu denen kein oder nicht ausreichendes Wissen vorhanden ist, können diese von der IBH aufgegriffen und hieraus Ideen für IBH-Projekte entwickelt werden, um diese Wissenslücke zu füllen.
  3. Wissensverbreitung: Das in der Region vorhandene Wissen wird zielgruppenspezifisch aufbereitet und zugänglich gemacht. Ziel der Wissensverbreitung ist es einerseits, Wissen über regional bedeutsame Themen an die regionalen Entscheidungsträger zu kommunizieren und so Themen auf die (politische) Agenda zu bringen. Andererseits soll ein regionaler Diskurs ausgelöst werden, der begleitet, moderiert und auch dokumentiert werden kann. Bei der Wissensverbreitung arbeiten wir mit diversen Praxispartnern aus der Region zusammen.
  4. Wissenstransformation: Über die Wissensverbreitung hinaus soll das Forschungswissen auf konkrete Problemstellungen und Herausforderungen transferiert werden. Dabei geht es im Sinne eines transformativen Wissenschaftsverständnisses darum, gemeinsam mit Umsetzungsakteuren Handlungskonzepte zu entwickeln. Dies kann im Rahmen von sog. „Communities of Interest or Practice“ passieren, in denen Praktiker gemeinsam mit Forschenden an Lösung von konkreten Problemsituationen arbeiten. Für die Wissenstransfer wurde das Format DenkRaumTransfer eingeführt. Die Die Erkenntnisse werden über verschiedene Kanäle kommuniziert.

 

Die Aktivitäten fokussieren sich auf grenzüberschreitende Institutionen wie die IBK (Internationale Bodensee-Konferenz), auf regionale Institutionen, die eine aktive Rolle in der Entwicklung der Bodenseeregion spielen (z.B. Städte und Gemeinden, Industrie- und Handelskammern, Hochschulen, Tourismusorganisationen) und natürlich auch auf einzelne Akteure, die in diesem Bereich aktiv sind (z.B. Politiker/-innen, Unternehmer/-innen, Forschende).